Workshops
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Interface-Lab
UI/UX-Design, Code und Elektronik — Mensch-Maschine-Schnittstelle
Der Digipool verfügt über ein Interface-Lab, das Raum für studentische Projekte bietet. Die Workshops finden im Mac-Pool statt. Während die aus den Workshops resultierenden Projekte im Interface-Lab realisiert werden können.
Urban Permeability | UI/UX-Design
Dynamische Kartierung reparativer Praktiken
Wir leben in einer Zeit, in der gewohnte gesellschaftliche und ökologische Stabilität zunehmend einer Wahrnehmung von Fragmentierung und Unvorhersehbarkeit weicht. In diesem Workshop untersuchen wir, wie digitale Werkzeuge darauf reagieren können, indem sie die Stadt nicht länger als statisches Gebilde, sondern als dynamisches, durchlässiges Geflecht begreifen.
Das Interface-Lab widmet sich der Entwicklung einer „atmenden Stadtkarte“ für Kassel. Dabei steht die Sichtbarmachung von Strukturen der Reparatur und der gemeinschaftlichen Fürsorge im Vordergrund. Wir fragen uns: Wie können Onlineplattformen, Vernetzungsprojekte und neue Interfaces dazu beitragen, die oft unsichtbaren Strukturen der urbanen Resilienz zu stärken und zugänglich zu machen?
Zielsetzung: Die Studierenden entwickeln spekulative oder funktionale App-Konzepte, die Kassel als ein lernendes, fühlendes und sich gegenseitig stützendes Ökosystem erfahrbar machen. Der Fokus liegt auf einer gestalterischen Haltung, die Vulnerabilität als Potential begreift und technologische Lösungen für eine nachhaltige soziale Infrastruktur sucht.
Modul: Interface-Lab, Ergonomie, Digitales Gestalten und normaler Werkstattschein
Schwerpunkte des Workshops:
- Durchlässige Strukturen (Permeability): Untersuchung von Schnittstellen zwischen öffentlichem Raum und sozialen Nischen. Wie gestalten wir Übergänge statt Barrieren?
- Umgang mit Fragmentierung: Entwurf von Systemen, die Brüche und Krisenmomente nicht ignorieren, sondern als Ausgangspunkt für neue, regenerative Verbindungen nutzen.
- Reparative Kartografie: Identifizierung und Verortung von Orten des sozialen und ökologischen „Repairs“. Wie können digitale Karten als Werkzeuge für eine behutsame Stadtentwicklung dienen?
- Interaktive Prototypen: Gestaltung von UI-Komponenten, die auf Umgebungsfaktoren oder kollektive Eingaben reagieren und so ein Gefühl von „Urban Agency“ vermitteln.
Radical Interfaces | UI/UX Design
Emotional UI/UX-Design
In der Welt mobiler Anwendungen haben wir uns an standardisierte Interfaces gewöhnt – geprägt durch Material Design auf Android und die Human Interface Guidelines von Apple. Diese bewährten Designprinzipien vermitteln uns Sicherheit und ermöglichen eine intuitive Bedienung. Doch was passiert, wenn wir diese vertrauten Pfade verlassen? Wie können wir Interface-Elemente erfinden und gestalten, die weit über etablierte Guidelines hinausgehen? Unser Ziel ist es, außergewöhnliche Benutzererlebnisse zu schaffen – durch radikale Interaktionskonzepte, innovative Grafiken und mitreißende Animationen. Selbst ein einfacher Button kann sensibel und emotional erscheinen oder laut und effektvoll. So entstehen Produkte, die nicht nur besser funktionieren, sondern auch mehr Spaß machen und eine tiefere Kundenbindung schaffen. Im Vibe-App-Development rekonstruieren wir bekannte Anwendungen oder entwickeln gänzlich neue App-Konzepte, für die wir jeweils ein "Radical Interface" entwerfen.
- Historie der Mensch-Maschine-Schnittstelle
- Expressives UI/UX-Design
- Mögliche Werkzeuge: Figma und P5JS (JavaScript)
- Vibe App-Development
Luminal Conducted Drone Collective | Physical Computing Sound Experiment
Audiovisual ecosystem of sound and light
Diese Installation ist ein audiovisuelles Ökosystem, in dem Licht Klänge dirigiert. Anstatt Kabel zu verwenden, fungiert ein präzise choreografierter Lichtstrahl als Bindeglied zwischen einer zentralen "Partitur" und zwölf autonomen Klangkörpern.
Der Dualismus des Systems
Dieses Projekt ist ein Experiment über zentrale Macht und dezentrale Freiheit. In einem kollaborativen Prozess entstehen zwölf autonome Synthesizer-Objekte. Jedes Objekt ist ein abgeschlossenes System mit eigenem Charakter, eigenem Gehäuse und einer spezifischen klanglichen Interpretation der Lichtdaten. Der Beamer fungiert als zentrales Steuerungssystem, das die zwölf isolierten Stimmen zu einem kohärenten Raumklang-Kollektiv zusammenspielen lässt. Die Teilnehmenden wechseln die Rollen. Zuerst sind sie Schöpfer der Hardware (Konstruktion des Individuums), dann werden sie zu Regisseuren des Gesamtsystems (Komposition der Licht-Partitur). Jede neue Lichtkomposition interpretiert die vorhandenen zwölf Objekte neu und lässt den Raum in immer anderem Licht – und Klang – erscheinen. So entstehen immer neue auditive Ebenen, die den Raum in ständig wechselnden Konstellationen aus Licht und Frequenz erfahrbar machen.
- Einführung in das Physical Computing (Elektronik und Programmierung auf Arduino-Basis)
- Recherche zu kooperativen Soundinstallationen
- Experimente mit Mikrocontrollern (Arduino) und Sound
Modul: Interface-Lab, Technologie, Digitales Gestalten und normaler Werkstattschein
Mac-Pool (R0243 Atrium)
Optical Flow Sound Pieces
Experimentelle Live-Soundtracks mit Pure Data
Bewegte Bilder in extremer Zeitlupe treffen auf experimentelle Live-Elektronik: In diesem Workshop entwickeln die Teilnehmer*innen eigene Pure Data-Patches zur akustischen Begleitung kurzer Videosequenzen. Mithilfe der Optical-Flow-Technologie werden selbst aufgenommene oder gefundene Videoclips in Superzeitlupe verlangsamt, wobei KI-generierte Zwischenbilder oft faszinierende Glitches und Artefakte erzeugen.
Diese visuellen Störungen werden in Verbindung mit der Bedeutung des Videos und seiner ästhetischen Wirkung zum Ausgangspunkt für die Entwicklung synthetischer Klanglandschaften, die über MIDI-Controller in Echtzeit gesteuert werden. Der Workshop vermittelt die Grundlagen von Pure Data und führt durch den gesamten Prozess – von der Videobearbeitung mit DaVinci Resolve bis zur Performance-Praxis.
Das Projekt ist darauf ausgerichtet, in eine konzertartige Abschlusspräsentation zu münden, die an die Tradition der Stummfilmbegleitung erinnert, jedoch neu interpretiert wird. Die entstandenen "Optical Flow Sound Pieces" können bei Interesse öffentlich an der Kunsthochschule aufgeführt werden.
- Einführung in Pure Data (keine Vorkenntnisse erforderlich)
- Performative Authentizität — wir hinterfragen Buzzwords wie "Liveness" und "Laptop-Controllerism"
- Vorbereitung: Wähle eine kurze Videosequenz aus (optional)
- Mitzubringen: Laptop und MIDI-Controller (falls vorhanden, oder können gestellt werden)
Digitales Ausstellen
„Das Interface ist nicht ein Ding, sondern ein Ort, an dem sich zwei Welten begegnen.“ — Brenda Laurel
Zum Abschluss des Sommersemesters lädt der Digipool dazu ein, die Grenzen zwischen Studienwerkstatt und Galerieraum aufzuheben. Im Workshop „Digitales Ausstellen“ entwickeln wir gemeinsam das Konzept für unsere Präsentation zum Rundgang 26. In diesem Semester sind im Digipool vielfältige Projekte entstanden, die sich zwischen spekulativer Kartografie, radikalem Interface-Design und kybernetischen Sound-Experimenten bewegen. Unsere Aufgabe ist es, situativ auf diese Dynamiken zu reagieren. Der Mac-Pool wird dabei zum Labor: Wir transformieren den funktionalen Arbeitsraum in eine kuratierte Zone, die digitale Kultur physisch erfahrbar macht.
- Konzeptentwicklung: Wie verbinden wir die verschiedenen Projekte zu einer stimmigen Erzählung?
- Media & PR: Gestaltung von Texten, Bildern und Pressematerial, die neugierig machen.
- Space & Tech: Organisation, Aufbau und technische Durchführung der Ausstellung im Mac-Pool.
Projektbetreuung und Einzelgespräch
Mein Projekt / Mein Werk
Olaf Val / R0225 Atrium
Bitte via Setmore online einen Termin buchen:
Setmore-LINK
Workshop Infos
Alle Workshops bis auf die für "Fortgeschrittene" richten sich an Studenten ohne Vorkenntnisse und sind für alle an der Kunsthochschule offen. Zur Teilnahme den jeweiligen Workshop diese bitte im eCampus belegen und zu den angekündigten Terminen pünktlich erscheinen.
- Für Alle offen
- Zur Teilnahme den jeweiligen Workshop bitte im eCampus belegen — LINK
- Bei Überbelegung werden Studierende zum Beispiel mit Kind im Zuge des Nachteilsausgleichs bevorzugt.
Workshop Online Kalender:
Digipool Workshops Online Kalender
Digipool Unterrichtsmaterialien:
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